Preisträger 2010 – Aktionsgemeinschaft „Freier Himmel e.V.“

Wie Don Quichote gegen Windmühlen anzukämpfen, wie Sisyphos unverdrossen immer wieder neu Schwung zu holen und am Ende eben doch nicht als gescheitert sondern als erfolgreich in die Geschichte einzugehen – das ist die Kurzbiografie der von bürgerschaftlichem Engagement getragenen Aktionsgemeinschaft „Freier Himmel“. Die 2002 gegründete AG vollbrachte gemeinsam mit ihrer brandenburgischen Schwesterninitiative „Freie Heide“, dem Bündnis „Pro Heide“ und vor allem mit großer Ausdauer und Hartnäckigkeit das scheinbar Unmögliche: die Bundesregierung von den Plänen zur militärischen Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide abzubringen und dem Gebiet damit eine Perspektive für eine sinnvolle zivile Nutzung zu eröffnen. Vor diesem Erfolg, der zugleich den Bestand und die weitere touristische Entwicklung der gesamten Mecklenburgischen Seenplatte sichern hilft, stand ein schier endloser Weg über Klagen, Prozesse, kreative Aktionen und auch viele Rückschläge. Unterstützt auch von der Landesregierung und den Tourismusinstitutionen von Mecklenburg-Vorpommern hat es das parteiübergreifende Bündnis verstanden, über einen langen Zeitraum einen hohen Mobilisierungsgrad gegen das so genannte Bombodrom zu halten und schließlich im Bündnis vieler Partner einen außergewöhnlichen und wichtigen Erfolg zu erreichen. „Die Heide ist ein großartiges Stück Natur, das sich in das touristische Gesamtkonzept der Region einfügt“, sagt Barbara Lange, Sprecherin der Aktionsgemeinschaft, die ihre Arbeit nach dem Verzicht auf die Pläne zur Errichtung eines Luft-Boden-Schießplatzes noch lange nicht als beendet ansieht.

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