Tourismuspolitik

Welche Rahmenbedingungen brauchen wie für die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern?

Quelle: Torsten Krüger/TMV

Quelle: Torsten Krüger/TMV

Die Tourismuspolitik muss klare Rahmenbedingungen schaffen, die die touristische Weiterentwicklung Mecklenburg-Vorpommerns befördern. Für die umfassende und zielgerichtete Unterstützung ist eine Verstärkung und Verstetigung der referats- und ressortübergreifenden Abstimmung zu empfehlen. Eine IMAG Tourismus gibt es nicht mehr. Es gilt, den Tourismus künftig stärker mit anderen Entwicklungsbereichen zu verzahnen und die Abstimmung zwischen den tourismusrelevanten Behörden und Institutionen auf der Landesebene sowie zwischen der Landes- und Regionsebene zu verbessern. Dass die integrierte Tourismuspolitik und -förderung weiterhin eine (sehr) wichtige Aufgabe bildet, bestätigen 95% der befragten Akteure. Zu prüfen sind allerdings die künftigen Schwerpunkte der Tourismusförderung, die von der Mehrheit der Befragungsteilnehmer kritisch bewertet werden.

Eine Nachjustierung bei der Förderpolitik erscheint einerseits zielführend, andererseits kommt es natürlich auf die Initiative der Akteure an, entsprechende Projekte zu entwickeln und einzureichen. Priorität hat dabei die Sicherung der Basisinfrastruktur. Ebenso sollte die indirekte Förderung von Beherbergungskapazitäten auf den Prüfstand gestellt werden. Allerdings ist anzumerken, dass herausragende Neubauprojekte auch weiterhin ihre Berechtigung haben, wenn sie denn zu einer Angebotserweiterung in der Region führen und zu einer Saisonverlängerung beitragen. Zudem werden echte Innovations- und Investitionswellen häufig nur durch Impulse von außen initiiert. Die Fokussierung auf Binnenregionen wie im erfolgreichen LandArt-Projekt ist ebenfalls zu prüfen.

Schließlich sind die weiteren rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. In der Online-Befragung stimmen 61% der Teilnehmer der Aussage zu[1], dass diese den Erfolg ihres Unternehmens bzw. ihrer Destination behindern. Dies gilt insbesondere für die befragten Betriebe. Besonders häufig nennen die Befragten die rechtlichen Vorgaben zu Mindestlohn, Arbeitszeit, EU-Beihilfe- und Vergaberecht, Bettensteuer sowie ganz allgemein „zu viel Bürokratie“. Zu diskutieren sind generell die folgenden Vorschläge seitens der Branchenverbände, Tourismusorganisationen und Betriebe: Überarbeitung der Abgabenordnung (Finanzierung für touristisch geprägte Orte), Erweiterung des Kurortegesetzes um den anerkannten Tourismusort, Einführung der Kategorie Erholungsgebiet in touristischen Schwerpunkträumen, Auswirkungen durch das neue Bundeswasserstraßengesetz. Die konkreten Gesetze hinter diesen und weiteren relevanten Themenfeldern werden im Rahmen der konzeptionellen Phase gezielt durchleuchtet und Empfehlungen zum Umgang damit entwickelt.

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