Organisationsstrukturen und deren Finanzierung

Wie bieten wir mehr strategische Orientierung für die Tourismusentwicklung vor Ort?

Quelle: Growe Lodzig/TMV

Quelle: Growe Lodzig/TMV

Wettbewerbsfähige Tourismusorganisationen von der Orts- über die Regions- bis zur Landesebene sind das A und O für eine effiziente Vermarktung und die Optimierung der tourismusrelevanten Infrastruktur. Neben diesen drei klassischen Ebenen kommen relevante Verbände, administrative Einheiten wie Landkreise, Großschutzgebiete, aber auch Vertreter anderer Wirtschaftsbranchen hinzu. Häufig arbeiten mehrere Akteure mit ihren eigenen Mitteln am gleichen Ziel. Das kann zu Doppelarbeiten und Ineffizienz führen.

Auch das neue EU-Beihilfe- und Vergaberecht hat zu Unsicherheiten bei der Finanzierung, den Aufgaben und im Miteinander erhöht: Wer darf im Zusammenspiel von öffentlicher Hand und Tourismusorganisationen wen in welcher Form betrauen? Welche Aufgaben sind zukunftsfähig? Welche Rolle können Vertriebsaktivitäten künftig überhaupt noch spielen? In der aktuellen Befragung der Tourismusakteure in Mecklenburg-Vorpommern bezeichnet nur jeder dritte Befragte die Organisationsstrukturen als gut aufgestellt für die Zukunft und nur jeder fünfte spricht von einer klaren Aufgabenteilung zwischen den Ebenen.

In der vergangenen Landestourismuskonzeption war die Organisation und Finanzierung der Tourismusorganisationen kein Thema, die Befragungsergebnisse, die aktuellen Trends und die gesetzlichen Rahmenbedingungen legen jedoch nahe, dass es in der Neuauflage eine zentrale Rolle einnimmt. Die Aufgaben innerhalb der Organisationen und die Aufgabenverteilung zwischen den Ebenen müssen ebenso wie die dafür benötigten Ressourcen thematisiert werden. Mit Blick auf die personelle und finanzielle Ausstattung gehören auch mögliche Finanzierungsmodelle zur Debatte.

Eine neue Perspektive der Unternehmenskultur bringt die Digitalisierung mit sich. Unter Stichworten wie flache Hierarchien, Raum für Kreativität oder Fehlerkultur sind Tourismusorganisationen gefordert, sich in Teilen neu zu erfinden. Und auch die Rollenverteilung im digitalen Datenmanagement vom Leistungsträger und von den Orten zu den Regionen und zum Land verändert sich. Neue Beteiligungsmodelle, Kooperations- und Netzwerkbeziehungen sind dafür notwendig.

 

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3 Kommentare auf "Organisationsstrukturen und deren Finanzierung"

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Höft Dirk
Gast
Höft Dirk
4. Oktober 2016 12:56
Guten Tag in die Runde, aus Sicht eines Stralsunder Touristiker ist es von großer Bedeutung, dass alle Förderinstrumente und Fördermittel dringend an eine regionale und nachhaltige Tourismuskonzeption vor Ort ausgerichtet werden müssen. Die zweifelsohne notwendige Projektförderung für Maßnahmen der Städtebaulichen- und Verkehrsinfrastruktur muss dringend an prozessorientierte Handlungsfelder geknüpft werden. Einzellösungen darf es nicht mehr geben. Ebenso muss die Vernetzung/Zusammenarbeit mit der Verwaltung Landkreis/Stadt/Gemeinde, den Wirtschaftsförderungen (leider gibt es immer noch… Mehr erfahren »
dwif_Consulting
Moderator
4. Oktober 2016 13:47

Vielen Dank für Ihre Ideen, Herr Höft! Wir werden sie bei unseren Diskussionen zum Thema Organisation und Finanzierung des MV-Tourismus berücksichtigen.

René Kröger
Gast
René Kröger
17. Oktober 2016 6:46
Sehr geehrte Touristiker, was halten Sie von einer flexiblen Organisationsstruktur die alle Touristiker, öffentlich, gewerblich und privat in sämtlichen touristischen Branchen sowie die vom Tourismus partizipierenden Unternehmen, untereinander effektiv vernetzen kann? Damit der Servicewert des jeweils eigenen Unternehmens mit Hilfe der Vernetzung (Serviceketten) verbessert werden kann und auch die gesamte Attraktivität im Verbund und der Freizeitwert der jeweiligen Region gesteigert- und umfangreicher, sowie servicefreundlicher dargestellt wird. Baut man diese Organisation… Mehr erfahren »
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